Der Konsum von morgen
Von Japan lernen: Wie man mit kultureller Intelligenz neue Nutzenversprechen findet

Meistens schaut man aus den falschen Gründen nach Japan, sagt Markus Winter, Experte für Innovationsmanagement aus Tokio. Man will Innovation sehen, die Zukunft von Tech und Robotern; doch oft fühlt sich Tokio so an wie man sich die Zukunft in den 80er Jahren vorgestellt hat, zum Beispiel wenn man gerade ein Fax verschickt…
Viel zu lehren jedoch hat Japan wenn es um die Zukunft von Konsum nach dem demografischen Wandel geht, um Qualität und Service Mentalität.

Langsam aber sicher japanisiert sich der Westen. Um die Dynamik des Konsums von morgen zu verstehen, und damit die der erfolgreichen Markenführung der Zukunft, lohnt sich also der Blick nach Japan mehr als in fast jedes andere Land: „Ikigai“ und „mindfulness“ statt Konsumerismus. Weniger, aber besser verbrauchen. Wie sieht das in der Realität in Japan aus und welche Anregungen kann man daraus ableiten?

In seinem Forum gibt Markus drei Gesprächsanstöße und diskutiert mit Teilnehmer*innen Anregungen und Fragen:

Denkanstoß 1: Sinn und „ikigai“
Japans Millennials: die erste Generation in der Menschheitsgeschichte, die nicht mehr daran glaubt, dass jede Generation mehr haben wird als ihre Elterngeneration. Wie sieht für sie weniger, aber besser konsumieren aus?
– Ikigai, mindfulness, slowness…: vom „Wie Japan es macht“ lernen, eher als vom „Was…“

Denkanstoß 2: „meri hari“
Wie sieht weniger, aber besser konsumieren in Japan aus?
– Wohin die Zukunft des Konsums geht – Japan als Beispiel für neue Konsumkonzepte des 21. Jahrhunderts: Hipsterkonsum, Markenwelten, Steuerzahlung als Konsumakt und mehr.

Denkanstoß 3: Kulturelle Intelligenz – Wie man strukturiert Kultur analysieren kann
Methodik-Ansatz lernen: Wie können Marken aus Kultur Sinn und Nutzen ziehen? Wie kann man ‚Kultur‘ systematisch analysieren?
– Semiotik: Methodisch Kulturelle Intelligenz mit Fallbeispielen aus Japan lernen

Markus Winter, Co-CEO und Mitbegründer von Yuzu Kyódai, einer Markenagentur mit Sitz in Tokio und Zweigstellen in Shanghai, Singapur und Berlin, hat sich auf das Branding und Markenkommunikation im asiatischen Raum spezialisiert. Dabei geht es vor allem um die Adaptierung von globaler Unternehmens-DNA und Werten an lokale Lebens- und Kulturbedingungen. Wie man in diesem Bereich Innovationen antreibt – was gerade im Hinblick auf Gesellschaften wie Japan und China, die in vielen Bereichen ganz anders „ticken”, spannend und diffizil zugleich erscheint – und daraus Nutzen zieht, um eine Marke zukunftssicher zu machen, verrät der Wahltokioter in seinem Gesprächsforum.

Informationen zu Yuzu Kyodai

Konferenz
CROSS CULTURE / NUTZEN, WERTE, KOOPERATION
Forum für Markenführung und Kommunikation auf internationalen Märkten
Design Center Baden-Württemberg, Haus der Wirtschaft Stuttgart
19. März 2020 von 11 bis 17 Uhr

Cross Culture 2020 Programm_ONLINE

Die Expert*innen der Gesprächsforen

Zielgruppen
Das Forum richtet sich an international tätige Unternehmen und Fachleute aus Marketing, Vertrieb, Markenkommunikation, Designmanagement, Industriedesign, Kommunikations-design, Corporate Social Responsibility, Entwicklung und Produktmanagement.
Teilnahmegebühr inklusive Unterlagen und Verpflegung: 90 Euro, Studierende 40 Euro

Zur Anmeldung

Ort / Veranstalter
Design Center Baden-Württemberg
Regierungspräsidium Stuttgart
Haus der Wirtschaft Baden-Württemberg
Willi-Bleicher-Straße 19
70174 Stuttgart
design@rps.bwl.de